Erfolgreiche Online-Werkstatt

Zahlreiche Ideen-Werkstätten, persönliche Treffen und insgesamt ein reger Dialog ganz unterschiedlicher Akteure - das war der diesjährige Fahrplan für die Erarbeitung des neuen Naturpark-Plans 2030. Doch die Corona-Krise mitsamt ihren Auswirkungen auf das öffentliche Leben hatte die Planung auf den Kopf gestellt. Mehrere Veranstaltungen mussten abgesagt werden. Dank einer digitalen Vernetzungs-Plattform konnte die für den Frühling geplante Akteurs-Werkstatt trotzdem durchgeführt werden - und das mit großem Erfolg.

VIDEOKONFERENZ ZUM AUFTAKT

Insgesamt 160 Teilnehmer hatten sich für die Ideen-Werkstatt vom 15. bis 25. April online registriert. Mehr als 200 Beiträge gingen in diesem Zeitraum auf der digitalen Plattform ein, rund 150 Kommentare wurden von anderen Nutzern über eine „Gefällt mir“-Funktion positiv bewertet. Unter den Teilnehmern waren sowohl Vertreter von Landkreisen und Kommunen, von Vereinen und Verbänden, des Nationalparks Schwarzwald und der Naturpark-Schulen als auch Touristiker und Schwarzwald-Guides. Ziel war es, Ideen und mögliche Projekte für die zukünftige Naturparkarbeit zusammenzutragen und gemeinsam zu diskutieren. Zum Auftakt wurde die Plattform im Rahmen einer Videokonferenz erklärt. Dabei gab es auch einen ersten Ideenaustausch in Kleingruppen. Die Fragestellung: Was soll sich bis ins Jahr 2030 verändern? Was hat sich bewährt?

HINWEISE WERDEN AUSGEWERTET

Moderiert wurde die Ideen-Werkstatt vom Freiburger Planungsbüro suedlicht, das gemeinsam mit der Berliner Agentur polidia in kürzester Zeit die Online-Plattform für den Naturpark-Plan 2030 aufgebaut hatte. Die Nutzer konnten Ideen und Anregungen abgeben und Einträge gegenseitig kommentieren. Gelobt wurde der Naturpark für sein großes Potenzial. Er könne „in der Region als Koordinator für die unterschiedlichen Akteure und Interessensbereiche fungieren“ und so etwa Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus an einen Tisch bringen. Zudem sei er ein „wichtiger Impulsgeber“ für zahlreiche Projekte und Konzepte im Schwarzwald. Auch konkrete Vorschläge wurden gemacht. Dazu zählten etwa die Stärkung des ÖPNV zu touristischen Zielen, der Ausbau pädagogischer Umweltbildungsangebote für Erwachsene und die Idee, regionale Speisen verstärkt in Schulen anzubieten. Alle Hinweise werden nun ausgewertet. Sie sollen in den weiteren Prozess einfließen. Die Ergebnisse sollen am 23. September in Loßburg im Rahmen einer öffentlichen Zwischenbilanz vorgestellt werden.

pixabay
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