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Regionalvermarktung

Biohof Baumann in Baden-Baden als Naturpark-Partner ausgezeichnet

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    Prädikat ist Zeichen der Wertschätzung für den Einsatz zur Offenhaltung der Landschaft und zur tierwohlorientierten Rinderhaltung.

Die Hochland-Rinder von Christine und Axel Baumann leben auf den Wiesen rund um Baden-Baden – ganzjährig und von der Geburt bis zu ihrem Lebensende. Damit sorgen sie für die Offenhaltung der Täler und tragen zur Biodiversität bei. Dafür sowie für das nachhaltige Wirtschaftskonzept des Betriebs hat der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord den Biohof am 23. September als „Naturpark-Partner“ ausgezeichnet. 21 Naturpark-Partner gehören mittlerweile dem Netzwerk an. In Baden-Baden sind es vier. Das Prädikat Naturpark-Partner steht für gelebte Regionalität und eine nachhaltige Wirtschaftsweise.

Tierwohl, Landschaftspflege, Agroforst und Direktvermarktung

„Die Baumanns verbinden Tierwohl und Landschaftspflege. Mit der Direktvermarktung über die nur zwei Kilometer entfernte Geroldsauer Mühle – ebenfalls Naturpark-Partner – entsteht die Wertschöpfung sogar im selben Ort. Und mit dem durch das Naturpark-Agroforst-Projekt erarbeiteten Konzept gehen sie neue Wege bei der Kombination von Tierhaltung, Streuobstwiesen und Biodiversität“, beschreibt der Geschäftsführer des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, Karl-Heinz Dunker, das Engagement und überreicht die Plakette mit dem Schriftzug „Naturpark-Partner“ an Axel und Christine Baumann.

Das Prädikat Naturpark-Partner sieht das Ehepaar Baumann als Zeichen der Wertschätzung. „Es ist uns ein Herzensanliegen, dass unsere Rinder ein schönes Leben haben. Die saftigen Schwarzwälder Wiesen hier in Geroldsau bieten einen schönen Lebensraum und Futter. Im Gegenzug halten die Rinder die Landschaft offen. Wichtig ist uns deshalb auch, dass ihr Fleisch bei uns verarbeitet und regional vermarktet wird. Das Naturpark-Partner-Netzwerk verbindet uns noch enger mit regionalen Akteuren“, sagt Axel Baumann und nimmt die Plakette in Empfang.

Agroforst-Modellregion

  • Hochlandrinder auf der Weide
  • Hochlandrind auf der Weide
  • Die Baumanns mit der Partner-Plakette und einem Hochlandrind auf der Weide

Der Betrieb ist auch für die Stadt Baden-Baden ein großer Gewinn, wie der Erste Bürgermeister Alexander Wieland hervorhebt: „Die Familie Baumann ist total sympathisch und setzt immer wieder neue Ideen um. Mit ihrem Biohof erhält sie unsere wertvolle Kulturlandschaft, stärkt unsere lokale Wirtschaft, schafft Identität, bietet hochwertiges Fleisch und trägt damit zur Lebensqualität und zum Image der Stadt Baden-Baden bei. Dafür sind wir dankbar!“

Dass das Tal bei Geroldsau nach wie vor von Streuobstwiesen und Weiden bis hin zum Waldrand geprägt ist, ist das Verdienst der Baumanns. „Ohne den Betrieb der Baumanns hätten wir einige der Wiesen nicht erhalten können. Ihre Arbeit ist für uns sehr wertvoll!“, sagt der Leiter des Forstamts Baden-Baden, Thomas Hauck. „Die Wiesen tragen zum Natur- und Artenschutz sowie zur Erholung von Einwohnern und Gästen bei. Zudem sorgen sie für Frischluftzufuhr für die Stadt“, erläutert Hauck.

Das nachhaltige Betriebskonzept des Biohofs Baumann in Baden-Baden

Der Betrieb ist auch für die Stadt Baden-Baden ein großer Gewinn, wie der Erste Bürgermeister Alexander Wieland hervorhebt: „Die Familie Baumann ist total sympathisch und setzt immer wieder neue Ideen um. Mit ihrem Biohof erhält sie unsere wertvolle Kulturlandschaft, stärkt unsere lokale Wirtschaft, schafft Identität, bietet hochwertiges Fleisch und trägt damit zur Lebensqualität und zum Image der Stadt Baden-Baden bei. Dafür sind wir dankbar!“

Der 1990 von Christine und Axel Baumann gegründete Hof startet als Hobby-Betrieb mit vier Hochland-Rindern in Mutterkuhhaltung. Seit 1992 ist der Hof bio-zertifiziert. Vor zehn Jahren wurde das Betriebsgebäude mit Schlachthaus und Verarbeitungsküche eingeweiht. Bis heute betreiben Christine und Axel Baumann den Hof im Nebenerwerb. Dieser basiert auf drei Säulen: der besonders kontrollierten und transparenten Herdbuch-Züchtung hochwertiger Highland Cattle, der Direktvermarktung von Biofleisch sowie der Landschaftspflege durch Beweidung. Der Betrieb bewirtschaftet rund 120 Hektar Grünland, darunter Streuobstwiesen mit etwa 700 Bäumen.

Auch in Sachen Nachhaltigkeit setzt der Biohof Maßstäbe: Alle Futtermittel stammen vom eigenen Hof. Mist wird als Dünger auf den Flächen ausgebracht. Maschinen laufen mit biologischen Ölen. Und eine Photovoltaikanlage versorgt den Betrieb weitgehend mit erneuerbarer Energie. Zusätzlich engagiert sich der Hof im Bereich Bildung: Schülerinnen und Schüler erhalten hier praxisnahe Einblicke in Tierhaltung, Pflanzenbestimmung und Lebensmittelverarbeitung.

„In unserem Betrieb steckt viel Idealismus. Unsere Motivation war es, die wunderschönen Waldwiesen nach ihrer Verbuschung wieder herzustellen und das Tal offen zu halten“, sagt Axel Baumann. Die Nähe zur und Identifikation mit der Natur haben Christine und Axel Baumann auch an Tochter Naomi weitergegeben. „Man wächst mit der Natur auf und gibt ihr auch wieder etwas zurück – so bin ich aufgewachsen“, beschreibt Naomi Baumann ihre Verbindung zum Oostal. Sie hilft neben ihrem Studium auf dem Hof mit. Für Gäste hat sie ein Tiny House aus Holz auf dem Hof gebaut. Mit Blick auf die Schwarzwälder Kulturlandschaft können Gäste dort übernachten und den Hofalltag miterleben.

  • Gruppenbild auf dem Hof
  • Hochlandrinder auf der Weide

Rinder leben von Geburt an auf den Wiesen

Ein Anliegen der Baumanns ist es, durch die im Rahmen des Agroforst-Projekts des Naturparks entstehenden Strukturen mehr Schatten für ihre Rinder zu erzeugen. Das für den Betrieb individuell erarbeitete Konzept sieht vor, die alten Streuobstbäume um weitere zu ergänzen und zusätzlich Reihen mit Wertholzbäumen zu pflanzen.

Biohof nimmt an Agroforst-Projekt des Naturparks teil

Die rund 80 Hochland-Rinder leben ganzjährig auf den Weiden und kalben im Freien. Sie sind sehr robust. Das Fleisch wird über einen Weideschuss gewonnen. Die Rinder werden dann im hofeigenen Schlachthaus zerlegt. Das Biofleisch ist unter anderem über den Mühlemarkt in der Geroldsauer Mühle (ebenfalls Naturpark-Partner) erhältlich.

  • Frau füttert Rind.
  • Hochlandrind auf der Weide
  • Hochlandrinder auf der Weide

Das Netzwerk an Naturpark-Partnern

Insgesamt gehören 21 Betriebe und Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Regionalverarbeitung und -vermarktung sowie Tourismus dem Netzwerk der Naturpark-Partner an.

Zum Partner-Netzwerk gehören neben dem Biohof Baumann die Weingüter Schloss Neuweier und Maier (Baden-Baden), Kopp (Sinzheim), die Waldulmer WG (Kappelrodeck) und s‘Wilde Weingut (Sasbachwalden) sowie die Imkerei Cum Natura (Bühl), der Biolandhof Reiser (Straubenhardt), der Aspichhof (Ottersweier) und der Jungbauernhof mit Bogenparcours Schwarzwald (Mühlenbach) sowie die Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald (Bad Liebenzell), die Naturpark-Marktscheune (Berghaupten), Dolle Frieders Burewirtschaft (Sasbachwalden), die Zeller Mühle (Ottersweier), die Nationalparkregion Schwarzwald (Baiersbronn), die Geroldsauer Mühle (Baden-Baden), die Metzgerei Seeger (Kuppenheim), der Aulachhof (Muggensturm) und das Hofgut Silva (Oberkirch) mit der zugehörigen Metzgerei (Gengenbach) und der Bio-Obsthof Schindler in Achern.

Naturpark-Partner werden

Text: Gundi Woll

Fotos: Gundi Woll

GW/24.9.2025

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Den Schwarzwald schmecken: Naturpark-Wirte feiern 20-jähriges Bestehen

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    Naturpark-Wirte Schwarzwald Mitte/Nord starten mit Ministerialdirektorin Isabel Kling ins Jubiläumsjahr / Genuss-Aktionen für Gäste übers ganze Jahr geplant

Was 2006 auf dem Schliffkopf mit einer Idee für regionale Küche begonnen hat, ist heute ein starkes Netzwerk von über 40 Gastronomie-Betrieben: Die Naturpark-Wirte Schwarzwald Mitte/Nord feiern in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Auf ihrer Mitgliederversammlung sind die Gastronominnen und Gastronomen am 27. Februar in Alpirsbach in ihr Jubiläumsjahr gestartet.
„20 Jahre Naturpark-Wirte stehen für gelebte Regionalität, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft und ehrliche Küche mit Herkunft. Was uns seit der Gründung verbindet, ist die Überzeugung, dass Genuss, Verantwortung für die Kulturlandschaft und nachhaltiges Wirtschaften zusammengehören“, resümiert der Stellvertretende Vorsitzende der Naturpark-Wirte, Stefan Junghanns, aus Oberwolfach. Dabei hebt er auch das starke Verbundenheitsgefühl der Naturpark-Wirte untereinander hervor, das von der gemeinsamen Philosophie getragen wird.

Auf der Mitgliederversammlung wurde auch der Vorstand wiedergewählt. Er setzt sich zusammen aus: Tom Stolz (Restaurant Wolpertinger – Hotel Merkurwald, Baden-Baden), Stephan Kapp (Gasthaus Krone Altbulach, Neubulach), Stefan Junghanns (Hotel Hirschen, Oberwolfach) und Dennis Stoll (Hotel Talblick, Oberkollwangen).

Küchenphilosophie

  • Naturpark-Wirte tauschen sich am Tisch aus.
  • Naturpark-Wirte hören Redner zu
  • Wiedergewählt: Der Vorstand der Naturpark-Wirte Schwarzwald Mitte/Nord mit Stefan Junghanns, Stephan Kapp (Gasthaus Krone Altbulach, Neubulach) und Dennis Stoll (Hotel Talblick, Oberkollwangen) (v. l.). Tom Stolz (Restaurant Wolpertinger – Hotel Merkurwald, Baden-Baden) bleibt Vorstandsvorsitzender.
  • Stefan Junghanns übergibt Patrick Herrmann eine Weinflasche

Bedeutung für die Region und darüber hinaus

Zur Feierstunde beim langjährigen Partner Alpirsbacher Klosterbräu begrüßten die Naturpark-Wirte auch die Ministerialdirektorin des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Isabel Kling. In ihrer Ansprache am Freitag hebt Kling die zentrale Rolle der Naturparke für den Erhalt der Kulturlandschaft hervor: „Damit die in aller Welt bekannte Schwarzwaldlandschaft mit ihren Wäldern, Wiesen, Weinbergen und Äckern erhalten bleibt, brauchen wir eine starke, regionale Landwirtschaft. Mit Projekten wie den Naturpark-Wirten wird Regionalvermarktung für die Menschen konkret erlebbar.“ An die anwesenden Gastronominnen und Gastronomen gerichtet betont sie: „Sie stehen für regionale Wertschöpfung, hohe Qualität und Schwarzwälder Identität. 20 Jahre Naturpark-Wirte zeigen: Gute, regionale Küche kommt an und ist ihren Preis wert!“

  • Ministerialdirektorin Isabel Kling auf der Bühne im Gespräch mit Moderator Uwe Baumann.
  • Naturpark-Geschäftsführer Karl-Heinz Dunker hält eine Rede.
  • Naturpark-Wirte sitzen im Veranstaltungsraum bei Alpirsbacher Klosterbräu

Schon früh wurde die Bedeutung der Naturpark-Wirte über die Region hinaus sichtbar: Bereits zwei Jahre nach ihrer Gründung kochten sie mit Produkten aus dem Schwarzwald im April 2008 bei der Weinmesse ART VINUM im Neuen Schloss in Stuttgart für den damaligen Ministerpräsidenten Günther H. Oettinger und rund 280 Gäste aus mehreren europäischen Staaten. Ein weiteres Highlight folgte mit der Mitgliederversammlung beim Fußball-Bundesligisten SC Freiburg im Oktober 2017, bei der der damalige Präsident Fritz Keller die engagierten Gastronominnen und Gastronomen willkommen hieß. Diese besonderen Momente machen sichtbar, wie Genuss, Tradition und Gemeinschaft bei den Naturpark-Wirten zusammenkommen.

  • Andreas Streich (Geschäftsführer Schwarzwaldmilch), Fritz Keller (Präsident SC Freiburg), Rolf Berlin (Vorsitzender Naturpark-Wirte), Karl-Heinz Dunker (Geschäftsführer Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord).
  • Rasen und Tribüne im alten Fußballstadion des SC Freiburg
  • Gruppenfoto im Raum der Pressekonferenzen
  • Landrat Peter Dombrowsky und Heiko Fahrner begrüßen Ministerpräsident Günther H. Oettinger am Stand des Naturparks und der Naturpark-Wirte.

Landschaftspflege mit Messer und Gabel

Ob traditionell oder modern interpretiert – die Naturpark-Wirte setzen konsequent auf regionale Zutaten. Die Produkte für ihre Gerichte beziehen sie überwiegend von landwirtschaftlichen Betrieben aus dem Schwarzwald. Die Herkunft ist transparent auf der Speisekarte ausgewiesen. Voraussetzung für die Auszeichnung als „Naturpark-Wirt“ ist das Qualitätssiegel „Schmeck den Süden“ mit mindestens zwei Löwen. Darüber hinaus verpflichten sich die Betriebe zu nachhaltiger Lebensmittelverwertung, Tierwohl sowie zu einem ganzjährigen Angebot aus mindestens sechs regionalen Gerichten und einem regionalen Menü. Ergänzt wird dies durch eine passende regionale Getränkeauswahl.

„Unsere Naturpark-Wirte betreiben Landschaftspflege mit Messer und Gabel. Sie bringen das auf den Teller, was die Region in den unterschiedlichen Jahreszeiten bereithält“, erklärt der Geschäftsführer des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, Karl-Heinz Dunker. „Vom zünftigen Vesper bis hin zur feinen Gourmetküche, vom Café über Hütten bis zum Wellnesshotel – die Naturpark-Wirte zeigen die kulinarische Vielfalt des Schwarzwalds. Kurze Transportwege, faire Preise und gelebte bäuerliche Traditionen gehören dabei selbstverständlich dazu.“

  • Ein Traktor fährt durch Weinreben.
  • Ein Mann und Kühe auf der Weide
  • Blick aus der Schwarzwälder Vorbergzone in die Rheinebene. Weiden, Wald Streuobstwiesen sind zu sehen.
  • Mann mit Schafen bei der Fütterung auf der Wiese
  • Schwarzwälder Waldlandschaft aus der Vogelperspektive
  • Jäger mit geschultertem Gewehr im Wald

Starke, regional verwurzelte Partnerschaften

„Das Netzwerk der Naturpark-Wirte ist ein starkes Beispiel dafür, wie regionale Kreisläufe funktionieren und Zukunft im ländlichen Raum aktiv gestaltet wird. Für Alpirsbach und den gesamten Schwarzwald ist das ein wichtiges Signal“, sagt die Bürgermeisterin der Stadt Alpirsbach, Vanessa Schmidt, in ihrer Begrüßungsrede auf der Mitgliederversammlung.

Auch regional verwurzelte Traditionsunternehmen teilen die Philosophie der Naturpark-Wirte. Zu den Genuss-Partnern der Naturpark-Wirte zählen Alpirsbacher Klosterbräu, die Waldulmer Winzergenossenschaft und Mineralbrunnen Teinach. „Die Leidenschaft für regionalen Genuss hat uns vor über 20 Jahren mit dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord zusammengebracht“, berichtet Carl Glauner, Inhaber und Geschäftsführer von Alpirsbacher Klosterbräu. „Gemeinsam setzen wir uns für eine Landschaft ein, die uns prägt, inspiriert und Grundlage unserer Produkte ist.“ Für die Bewirtung der Naturpark-Wirte sorgte auch die vom Naturpark als Wilde Sau-Partner ausgezeichnete Hirschkopfmetzgerei, die zur Alpirsbacher Klosterbräu-Familie gehört.

  • Metzger schöpft Maultaschen in einen Teller
  • gedeckter Tisch bei Alpirsbacher Klosterbräu
  • Limo-Pakete von Alpirsbacher Klosterbräu
  • aufgeschnittene Wilde Sau-Spezialitäten zum Probieren
  • Infomaterialien von Alpirsbacher Klosterbräu

Jubiläumsaktionen für Gäste und Einheimische

Auch für Gäste und Einheimische ist das Jubiläumsjahr genussvoll erlebbar. Mit dem Genuss-Tour-Pass können sie zwischen dem 2. Mai und dem 31. Dezember bei fünf verschiedenen Naturpark-Wirten einkehren und Stempel sammeln. Beim fünften Besuch wartet ein kostenloses Dessert nach Wahl. Zusätzlich werden unter allen Teilnehmenden drei Wertgutscheine verlost.

Begleitend laden thematische Jubiläums-Aktionswochen zum Mitfeiern ein:

  • Mai bis 1. Juni: Jubiläums-Frühlingsgerichte
  • August bis 28. September: Schwarzwälder Traditionsgerichte
  • bis 30. November: Wilde Sau aus heimischen Wäldern

Auch der Nachwuchs steht im Fokus: Naturpark-Schulen dürfen im Jubiläumsjahr einen Naturpark-Wirt besuchen. Beim gemeinsamen Kochen erfahren die Kinder, was regionale und gesunde Küche bedeutet – und wie eng Ernährung, Klimaschutz und Kulturlandschaft miteinander verbunden sind.

  • Burger auf einem runden Baumscheibenbrett
  • Bandnudeln und Fleischstücke mit heller Soße in einem Teller
  • Fleischscheiben werden mit Soße auf einem Teller angerichtet.

Text: Gundi Woll

Fotos: Johannes Nickel, Black Forest Collective GmbH, Dimitri Dell/#heimat Schwarzwald,Landhaus Lauble Hornberg

GW/27.02.2026

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Eindrücke von der Naturpark-Genuss-Messe in Freudenstadt

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    Am 2. November 2026 hat der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord den Abschluss seines Jubiläumsjahres auf der Naturpark-Genuss-Messe in Freudenstadt gefeiert.

Bis zum späten Nachmittag war das Kurhaus und Kongresszentrum mit neugierigen Besucherinnen und Besuchern gefüllt.

Unter dem Motto „Wilde Sau – Schwarzwild aus dem Schwarzwald“ präsentierten regionale Betriebe, Naturpark-Wirte sowie Produzentinnen und Produzenten köstliche Spezialitäten, frische Gerichte und spannende Einblicke in nachhaltige Regionalität.

  • Naturpark-Wirt Stefan Junghanns präsentiert ein Gericht.
  • Gerichte auf der Naturpark-Genuss-Messe
  • Frau präsentiert ein Gericht.

Stimmen von der Naturpark-Genuss-Messe

Einen besonderen Dank spricht der Oberbürgermeister der Stadt Freudenstadt, Adrian Sonder, den Erzeugerinnen und Erzeugern in seiner Rede auf der Naturpark-Genuss-Messe aus. „Hier geht es heute um den Genuss unserer Regionalität: Probieren und kaufen Sie ein! Nur so können wir gemeinsam unsere Schwarzwälder Kulturlandschaft erhalten!“, sagt Sonder. Dann eröffnet er die Messe offiziell bei einem Fassanstich mit Carl und Moritz Glauner von Alpirsbacher Klosterbräu.

  • Fassanstich mit Alpirsbacher Klosterbräu
  • Bier wird gezapt
  • Anstoßen zur Eröffnung der Naturpark-Genuss-Messe

Die Bedeutung regionaler Erzeugung betont auch Sabine Kurtz, Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. „Der Naturpark nimmt alle Menschen mit. Er schafft ein Gefühl von Identifikation mit der Landschaft und den Produkten, die hier wachsen. Das ist zentral! Gerade mit Blick auf die Ernährungssicherheit ist es wichtig, dass wir die Produkte kaufen, die bei uns in der Region erzeugt werden!“, hebt Kurtz hervor.

Dabei geht es auch um faire Preise. Denn nur so können die bäuerlichen Betriebe im Schwarzwald auch in Zukunft noch existieren. „Wer zu Produkten aus der heimischen Region greift, unterstützt auf genussreiche Weise die Landwirtinnen und Landwirte sowie die Lebensmittelhandwerker im Schwarzwald“, erläutert der Geschäftsführer des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, Karl-Heinz Dunker.

„Bei der Naturpark-Genuss-Messe heute können wir unseren Landkreis auch riechen und schmecken“, sagt der neu gewählte Landrat des Landkreises Freudenstadt, Andreas Junt.

  • bunter Stand mit Brotaufstrichen
  • Talk auf der Bühne
  • Besucherströme an den Ständen
  • Metzgerei-Stand mit Wilde Sau-Spezialitäten
  • Stand von Alpirsbacher Klosterbräu
  • Naturpark-Stand

AOK-Kochshow im Naturpark-Kochstudio

Bei der AOK-Kochshow im Naturpark-Kochstudio wurde live gekocht und probiert. Naturpark-Wirt Stefan Junghanns bereitete Schmorkürbis mit heimischem Käse und Perlgraupen zu. Im Gespräch mit einer AOK-Ernährungsexpertin gab Junghanns Tipps für eine klimaschonende, nachhaltige und gesunde Ernährung. Für die Gäste gab es im Anschluss Probier-Portionen.

  • AOK-Kochshow
  • Naturpark-Wirt präsentiert frisch zubereitetes Gericht
  • AOK-Kochshow
  • AOK-Kochshow
  • kleine Probiergläschen mit Gericht werden an die Gäste ausgegeben.
  • Gäste der AOK-Kochshow

Wilde Sau-Tasting im Naturpark-Kochstudio

Im Gespräch zur Wilden Sau und passenden Getränken: Moritz Glauner aus der Geschäftsführung von Alpirsbacher Klosterbräu, Moderator Uwe Baumann, Produktionsleiter Horscht Berger von der Hirschkopf Metzgerei in Freudenstadt, der Inhaber der Metzgerei Seeger in Kuppenheim Joachim Seeger, Simone Braun vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und der Geschäftsführer der Waldulmer Winzergenossenschaft Georg Börsig (v. r.). Die Metzgereien sind beide Partner der Wilden Sau und kreieren ihre eigenen Wilde Sau-Produkte. Der langjährige Naturpark-Förderer Alpirsbacher Klosterbräu bietet das passende Bier zur Wilden Sau. Die Waldulmer WG hat den Wilde Sau-Wein entworfen.

  • Wilde Sau-Tasting
  • Talk zum Wilde Sau-Tasting
  • Talk zum Wilde Sau-Tasting
  • Wilde Sau-Spezialitäten auf einem Holzbrett
  • Wilde Sau-Wein wird ausgeschenkt.

Auszeichnung der Hirschkopf Metzgerei als Wilde Sau-Partner

Premiere feierten die Wilde Sau-Produkte der Hirschkopf Metzgerei aus Freudenstadt. Sie erhielten auf der Naturpark-Genuss-Messe durch den Naturpark und Staatssekretärin Sabine Kurtz offiziell das Prädikat Wilde Sau-Partner.

  • Stand Metzgerei Hirschkopf
  • Sind stolz auf das Prädikat „Wilde Sau-Partner“ des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord: aus der Geschäftsführung von Alpirsbacher Klosterbräu Moritz Glauner sowie von der Hirschkopf Metzgerei Produktionsleiter Horscht Berger und Betriebsleiter Simon Schwald (v. r.).
  • Freudenstadts Oberbürgermeister Adrian Sonder, Joachim Seeger von der gleichnamigen Metzgerei in Kuppenheim, Naturpark-Geschäftsführer Karl-Heinz Dunker, Staatssekretärin Sabine Kurtz, Horscht Berger und Simon Schwald von der Hirschkopf Metzgerei, Moderator Uwe Baumann, Freudenstadts Landrat Andreas Junt sowie Moritz und Carl Glauner von Alpirsbacher Klosterbräu (v. r.).
  • Metzgerstand Hirschkopf
  • Wilde Sau-Produkte Hirschkopf Metzgerei

Naturpark-Kinderwelt

In der Naturpark-Kinderwelt gab es ein buntes Umweltbildungs-Mitmachprogramm mit einem Naturpark-Jubiläumsquiz der Naturpark-Detektive, es wurde gebastelt, geschminkt und gelacht.

  • Kinder malen am Basteltisch.
  • Kinderschminken
  • als Wilde Sau geschminkte junge Frau
  • Fotobox mit Freudenstadts Maskottchen

Wilde Sau-Kunstgalerie

In der Wilde Sau-Kunstgalerie gab’s die Wilde Sau in allen Farben und mit Live-Mal-Aktion mit dem Künstler Wolfram Paul.

  • Bildergalerie Wilde Sau
  • Malaktion Wilde Sau
  • Bilder zur Wilden Sau
  • Bildergalerie Wilde Sau
  • Wilde Sau-Bild
  • Bildergalerie Wilde Sau

Naturpark-Fotobox

Immer was los war auch an der Naturpark-Fotobox. Besonders beliebt waren die Wilde Sau-Accessoires.

  • Wilde Sau-Fotobox
  • Wilde Sau-Fotobox
  • Wilde Sau-Fotobox
  • Wilde Sau-Fotobox
  • Wilde Sau-Fotobox
  • Wilde Sau-Fotobox
  • Wilde Sau-Fotobox
  • Wilde Sau-Fotobox
  • Wilde Sau-Fotobox
  • Wilde Sau-Fotobox

Musikalische Unterhaltung

Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Jagdhornbläser der Jägervereinigung Kreis Freudenstadt und der Gitarrist und Sänger Bodo Schaffrath.

Ein herzliches Dankeschön an alle Gäste, Aussteller, Naturpark-Wirte und Partner, die diesen genussvollen Sonntag möglich gemacht haben.

  • Sänger auf der Bühne
  • Jagdhornbläser auf der Bühne
  • Jagdhornbläser auf der Bühne

Text: Gundi Woll

Fotos: Gundi Woll

GW/02.11.2025

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Landcafé Baiermühle in Altensteig erhält Prädikat „Naturpark-Wirt“

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    Ausgezeichnet für seine regionale und saisonale Küche / Zwölfter Naturpark-Wirt im Landkreis Calw.

Die Naturpark-Wirte Schwarzwald Mitte/Nord haben das Landcafé Baiermühle in Altensteig (Landkreis Calw) am 28. Oktober als weiteren offiziellen Naturpark-Wirt in ihren Verein aufgenommen. Insgesamt gehören rund 40 Gastronominnen und Gastronomen dem Verein der Naturpark-Wirte an. Im Landkreis Calw gibt es damit nun 13 Naturpark-Wirte.

„Wir kochen regional und saisonal. Es ist uns wichtig zu wissen, woher unsere Produkte kommen. Die Menschen, die hinter unseren Produkten stehen, kennen wir persönlich. Das ist das, was Spaß macht“, sagt Ralf Bischoff. Er führt mit Arno Peiffer das Landcafé Baiermühle. Die regionale Küche wissen ihre Gäste zu schätzen. Dafür kommen sie sogar aus Stuttgart und Karlsruhe. In der Wander-Saison kehren auch Gästen aus Spanien, Frankreich und Großbritannien in der Baiermühle ein. „Die Plakette der Naturpark-Wirte ist das sichtbare Zeichen einer gelungenen Verbindung von Landwirtschaft, Gastronomie und Tourismus in unserer Region“, sagt die Stellvertretende Geschäftsführerin des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, Yvonne Flesch, bei der Auszeichnungsfeier.

  • Arno Peiffer (l.) und Ralf Bischoff (r.) präsentieren an ihrem Lieblingsplatz in ihrem Landcafé Baiermühle in Altensteig die Auszeichnung als „Naturpark-Wirt“ – ein Prädikat für regionale Küche.
  • Theke mit kleinen Gerichten
  • Eingang des Cafés Baiermühle
  • Gebäude von der Gartenseite aus

Naturpark-Wirte erhalten Schwarzwälder Kulturlandschaft

Die direkte Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Betrieben, den Jägern und Förstern in der Region ist Bischoff und Peiffer auch deshalb so wichtig, da sie mit ihrer regionalen und saisonalen Küche Landschaftspflege betreiben. „Wir Naturpark-Wirte erhalten die Schwarzwälder Kulturlandschaft mit Messer und Gabel. Deshalb freuen wir uns, dass ihr nun Teil unserer Gemeinschaft seid!“, sagt der Stellvertretende Vorsitzende der Naturpark-Wirte Schwarzwald Mitte/Nord, Dennis Stoll vom Landhotel Talblick in Neuweiler-Oberkollwangen, an Arno Peiffer und Ralf Bischoff gewandt.

Die Baiermühle ist im typischen Schwarzwälder Fachwerk-Stil erbaut. Den Strom für das Landcafé Baiermühle erzeugt das wieder in Stand gesetzte Wasserrad. Die ehemalige Schloßmühle der Burg Hornberg liegt inmitten eines Naturschutzgebiets. Wer im Sommer auf der Terrasse des Landcafés den Ausblick auf Wiesen und Wald genießt, riecht das frisch gemähte Gras oder die vorbeiziehende Schafherde. „Hier verbindet sich die Schönheit der Schwarzwälder Landschaft mit dem guten Geschmack regionaler Produkte. Das Landcafé Baiermühle trägt dazu bei, dass unsere Kulturlandschaft lebendig bleibt und die Wertschöpfung in der Region ankommt“, erläutert die Stellvertretende Naturpark-Geschäftsführerin, Yvonne Flesch.

Der Bürgermeister der Stadt Altensteig, Oliver Valha, verweist auf den Gemeinschafts-Gedanken. „Wie können wir Altensteig bekannter machen?“, fragt er und führt aus: „Es funktioniert nur gemeinsam! Deshalb freuen wir uns, dass wir mit dem Landcafé Baiermühle nun schon den zweiten Naturpark-Wirt bei uns in Altensteig haben. Das ist ein Qualitätsmerkmal!“ Auf die besondere Atmosphäre in der Baiermühle geht Rolf Berlin ein, Vorsitzender der DEHOGA Kreis Calw und ehemaliger Vorsitzender der Naturpark-Wirte: „Ihr habt euer Landcafé mit so viel Liebe eingerichtet. Mit der Baiermühle seid ihr einzigartig hier im Tal!“

  • Gruppenbild mit Urkunde im Garten
  • Ansprachen im Café
  • Ansprache Rolf Berlin von Berlins KroneLamm

Kreisjägervereinigung verleiht Prädikat "Wild aus der Region"

Am Dienstag erhielten Arno Peiffer und Ralf Bischoff für ihre regionale Wild-Küche noch eine weitere Auszeichnung. Elke Marko Neugebauer und Dr. Fabian Müller von der Kreisjägervereinigung Calw verliehen dem Landcafé Baiermühle das Prädikat „Wild aus der Region“. Das Label wird vom Deutschen Jagdverband an Gaststätten, Restaurants und Metzgereien vergeben, die mindestens 90 Prozent ihres Wildfleischs aus heimischer und nachhaltiger Jagd beziehen.

„Wild ist eine Schwarzwälder Spezialität! Wild auf dem Teller ist mehr als ein Gericht. Dahinter steht eine Geschichte“, sagt Neugebauer und erklärt: „Wer Wild anbietet, trägt Verantwortung für die Region und bewahrt ein Kulturgut.“

Saisonale Zutaten aus der Region

Die Naturpark-Wirte verpflichten sich, für ihre Speisen und Getränke regionale Zutaten zu verwenden. Bei mindestens sechs Gerichten auf der Speisekarte stammen die Zutaten von erzeugenden Betrieben aus den beiden Schwarzwälder Naturparken. Im Landcafé Baiermühle erfahren die Gäste direkt, woher die einzelnen Produkte stammen. So stammen das Fleisch fürs Putenschnitzel und die Dinkelnudeln vom Koberhof in Loßburg. Das Weidelamm kommt aus Baiersbronn, der Fisch aus dem Würzbachtal. Für die Obstkuchen wird saisonales Obst verwendet. Besondere Highlights sind das Wild- und Gänse-Buffet.

  • Häppchen
  • Häppchen
  • Häppchen
  • Theke mit Häppchen

Die Naturpark-Wirte im Landkreis Calw im Überblick

  1. Landcafé Baiermühle in Altensteig
  2. Rössle Berneck Hotel Restaurant Café in Altensteig-Berneck
  3. Restaurant Hotel Vinothek LAMM in Bad Herrenalb-Rotensol
  4. Parkrestaurant im Kurhaus in Bad Liebenzell
  5. Berlins Kronelamm in Bad Teinach-Zavelstein
  6. Wanderheim Zavelstein in Bad Teinach-Zavelstein
  7. Restaurant Brauerei Foxy Bräu in Bad Wildbad
  8. Enztalhotel in Enzklösterle
  9. Hotel Schwarzwaldhof in Enzklösterle
  10. Gasthaus Krone Altbulach in Neubulach-Altbulach
  11. Landgasthof Löwen in Neubulach-Oberhaugstett
  12. Landhotel Talblick in Neuweiler-Oberkollwangen

Übersicht zu den Naturpark-Wirten

Hintergrund: Das Konzept der Naturpark-Wirte

Rund 40 Gastronominnen und Gastronomen aus dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord haben sich als Verein zu den „Naturpark-Wirten“ zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, ihren Gästen regionale Spezialitäten anzubieten. Der Verein ist langjähriger Partner des Naturparks und arbeitet eng mit Erzeugerinnen und Erzeugern sowie landwirtschaftlichen Betrieben aus der Region zusammen. Die „Landschaftspflege mit Messer und Gabel“ verfolgen sie mit großem Engagement und vielen köstlichen Ideen. Mit ihrer Auswahl an Gerichten finden sie eine gute Balance zwischen traditioneller und moderner Küche.

Regional bedeutet, dass die Zutaten für die Kreationen aus den beiden Schwarzwälder Naturparken stammen. Das Motto dabei lautet: „Schmeck den Schwarzwald“. Indem die Naturpark-Wirte heimische Produkte in ihrer Küche verwenden, leisten sie einen wichtigen Beitrag dazu, die typische Schwarzwälder Kulturlandschaft offenzuhalten. Inspiration liefert den Küchenchefs all das, was die Saison, die Natur und die Erzeugerinnen und Erzeuger für sie bereithalten.

Text: Gundi Woll

Fotos: Gundi Woll

GW/29.10.2025

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Naturpark prämiert „Die Metzgerei“ in Gengenbach als „Wilde Sau“-Partner

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    Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord zeichnet den Einsatz der Metzgerei im Projekt „Wilde Sau“ aus

Regional, aus eigener Schlachtung, handwerklich: Nach diesem Motto stellt „Die Metzgerei“ aus Gengenbach (Ortenaukreis) ihre Wurst- und Fleischwaren her, darunter auch Wildschwein-Spezialitäten. Dafür hat der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord die Metzgerei am 3. März als dritten Partner des Projekts „Wilde Sau“ ausgezeichnet. Die Metzgerei leitet Judith Wohlfahrt. Ihr gehört auch das Hofgut Silva in Oberkirch-Hesselbach, das der Naturpark für seine nachhaltige und tierwohlorientierte Arbeitsweise sowie die eigene Tierhaltung und den Erhalt der Kulturlandschaft bereits im vergangenen August zusammen mit Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk MdL mit dem Prädikat „Naturpark-Partner“ auszeichnete.

„Die wachsenden Schwarzwildbestände stellen uns vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass engagierte Metzgereien wie ‚Die Metzgerei‘ Verantwortung übernehmen und Wildschweinfleisch hochwertig und möglichst umfassend verwerten. So verbinden wir Naturschutz, Jagd und regionale Kulinarik sinnvoll miteinander“, begründet die Stellvertretende Geschäftsführerin des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, Yvonne Flesch, die Auszeichnung.

  • Wilde Sau-Spezialitäten auf einem Holzbrett angerichtet
  • Außenansicht Ladengeschäft von
  • Wilde Sau-Partner-Plakette, Flyer und Rezept-Karten
  • Drei Menschen probieren Wilde Sau-Spezialitäten.
  • Wilde Sau-Spezialitäten auf einem Holzbrett angerichtet
  • Theke im Ladengeschäft von
  • Außenansicht Ladengeschäft von

Mit der Wilden Sau hat der Naturpark in den vergangenen Jahren ein Netzwerk aus Jägern, Metzgereien, gastronomischen Betrieben und Manufakturen aufgebaut. Ziel ist es, Wildschweinfleisch auf dem regionalen Markt als wertvolles Produkt zu etablieren. Mit dem Prädikat „Wilde Sau-Partner“ zeichnet der Naturpark im Projekt besonders engagierte Akteure aus. Teil des Wilde Sau-Partnernetzwerks sind bereits die Metzgerei Seeger in Kuppenheim und die Hirschkopfmetzgerei in Baiersbronn/Freudenstadt, die zum langjährigen Naturpark-Sponsor, dem traditionsreichen Alpirsbacher Klosterbräu, gehört.

Judith Wohlfahrt und Alexander Ehret halten ein großes Holzbrett mit Wilde Sau-Spezialitäten und der Wilde Sau-Partnerplakette in den Händen.

Regionale Herkunft, aus eigener Schlachtung, handwerklich

Die Arbeit vom Team von „Die Metzgerei“ in Gengenbach ist gekennzeichnet von Qualität und Transparenz. „Unser Fleisch beziehen wir ausschließlich von ausgesuchten landwirtschaftlichen Betrieben aus der Ortenau, darunter auch Fleisch von unserem Hof. Alle Tiere werden bei uns im Haus geschlachtet“, beschreibt die Geschäftsführerin Judith Wohlfahrt die Wertschöpfungskette.  Zur Verarbeitung führt sie weiter aus: „Jedes Tier wird sorgfältig ausgewählt, fachkundig zerlegt und von unseren Metzgermeistern zu köstlichen Wurst- und Fleischwaren verarbeitet.“

Der Einsatz von Judith Wohlfahrt für Tierwohl und Landschaftspflege ist auch für die Stadt Gengenbach ein großer Gewinn, wie ihr Bürgermeister Sven Müller bei der Auszeichnung ausführt: „Gengenbach lebt von seiner starken Verbindung aus Tradition, Handwerk und regionaler Identität. Dass ‚Die Metzgerei‘ nun als Wilde Sau-Partner ausgezeichnet wurde, passt hervorragend zu unserem Anspruch, Qualität aus der Region sichtbar zu machen.“

Die Wildschweine erhält die Metzgerei direkt von Jägern aus der Region. „Die Jäger freuen sich, dass wir ihnen die Wildschweine abnehmen. Man kennt sich und das macht einfach Spaß!“, berichtet der Metzgermeister Alexander Ehret. Besonders schön ist für ihn dann der gestalterische Teil: Kreationen für Wilde Sau-Spezialitäten entwickeln – mit Naturkräutern und -gewürzen.

Die Wilde Sau-Produkte bestehen zu mindestens 70 Prozent aus Wildschweinfleisch. Zusatzstoffen in Form von Geschmacksverstärkern, künstlichen Aromastoffen sowie gentechnisch veränderten Stoffen sind nicht zulässig. Zu den Wilde Sau-Spezialitäten von Die Metzgerei gehören etwa: Schwarzwälder Schinken von der Wilden Sau, Wilde Sau-Pfefferbeißer, Wilde Sau-Salami, Wilde Sau-Rauchlyoner, Wildschwein-Gulasch im Glas oder die Wilde Sau-Bierwurst. Außerdem bietet Die Metzgerei an einem Tag in der Woche einen Wilde Sau-Mittagstisch für ihre Kundinnen und Kunden an.

  • Wilde Sau-Spezialitäten in einer Kühlvitrine
  • Wilde Sau-Käseknacker in Stücke geschnitten zum Probieren
  • Wilde Sau-Küchenfertig-Plakat

Regionale Identität und Wertschöpfung

Der Einsatz von Judith Wohlfahrt für Tierwohl, Landschaftspflege sowie den Erhalt regionaler Wertschöpfungsketten und des traditionellen Metzger-Handwerks ist auch für die Stadt Gengenbach ein großer Gewinn. „Gengenbach lebt von seiner starken Verbindung aus Tradition, Handwerk und regionaler Identität. Dass ‚Die Metzgerei‘ nun als Wilde Sau-Partner ausgezeichnet wurde, passt hervorragend zu unserem Anspruch, Qualität aus der Region sichtbar zu machen“, führt Gengenbachs Bürgermeister Sven Müller bei der Auszeichnung aus. „Und unsere Einwohnerinnen und Einwohner haben mit ‚Die Metzgerei‘ eine zentrale Anlaufstelle mitten in der Innenstadt, bei der sie qualitativ hochwertige, regionale Wurst- und Fleischwaren einkaufen können.“

  • Menschen stehen im Ladengeschäft von
  • Menschen unterhalten sich in der Metzgerei
  • Menschen unterhalten sich bei der Auszeichnung

Die Wilde Sau: natürlich, urig, lecker

Wildschweinfleisch aus dem Schwarzwald ist ein besonderer Genuss – ob gegrillt, gebraten oder geschmort, ob als Schinken, Wurst oder Burger. Fleisch vom Schwarzwild ist vielseitig. Aus Wildschweinfleisch kann man alles zubereiten, was man auch aus Fleisch vom Hausschwein machen kann. Frischer und regionaler geht es nicht! Bevor ein Wildschwein auf dem Teller landet, lebt es artgerecht in der Natur und ernährt sich von Kastanien, Eicheln, Bucheckern und Pilzen. Das wirkt sich positiv auf Qualität und Geschmack aus.

Doch es spricht noch mehr für den Verzehr von Schwarzkittel-Produkten. Die Wildschweinpopulation in Baden-Württemberg ist in den vergangenen Jahrzehnten stetig gewachsen. Insbesondere der Klimawandel und die moderne Landwirtschaft – etwa mit Mais-Monokulturen – begünstigen diese Entwicklung. Der wachsende Bestand muss deshalb reguliert werden. Bedeutet: Es gibt mehr Wildschweinfleisch. Damit es so ganzheitlich wie möglich verwertet werden kann, braucht es ausreichend Verarbeiter und Vermarkter in der Region. Hier setzt der Naturpark mit seinem Projekt „Wilde Sau“ an.

  • Fleischscheiben werden mit Soße auf einem Teller angerichtet
  • Jäger mit geschultertem Gewehr im Wald

Hier ist die Wilde Sau unterwegs

Vermarktet wird das Fleisch überwiegend regional und nachhaltig. Neben den Naturpark-Wirten gibt es Spezialitäten mit Wildschweinfleisch auch in Metzgereien, Hofläden, in Manufakturen oder beim Wilde Sau-Foodtruck. Letzterer ist auf zahlreichen Naturpark-Märkten dabei. Rund um die Wilde Sau gibt es außerdem verschiedene Veranstaltungen wie etwa Koch- und Grillkurse oder Pirschgänge für Nicht-Jägerinnen und -Jäger sowie Exkursionen für Kinder. Bei einer Führung erfahren die Teilnehmenden alles über Wildschweine und zum Abschluss gibt es Leckerbissen von der Wilden Sau.

  • Koch richtet Wilde Sau-Gericht auf einem Teller in der Küche an.
  • Jäger erklärt einer Gruppe von Menschen etwas auf einem Pirschgang vor einem Hochsitz im Wald.
  • Wilde Sau-Spezialitäten auf einem Vesperbrett angerichtet

Die Wilde Sau online erleben

Eine Übersicht zu den Veranstaltungen sowie zu den Verkaufs- und Gastronomie-Angeboten rund um die Wilde Sau gibt es online. Dort finden sich auch vielseitige Rezepte zum Nachkochen für die Alltags-, Einmach- und Festtagsküche. Im Wilde Sau TV auf der Videoplattform YouTube zeigt der Naturpark die Wertschöpfungskette von der Sau im Wald bis auf den Teller – mit Stimmen von Jägern und Metzgern.

Wilde Sau TV

Hintergrund: Das Wilde Sau-Projekt

Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord baut seit 2020 unter dem Titel „Wilde Sau – Schwarzwild aus dem Schwarzwald“ mit der Förderung des Landes Baden-Württemberg ein Netzwerk aus Metzgern, Jägern und Naturpark-Wirten auf. Neben der Aufwertung von Schwarzwild-Produkten in der öffentlichen Wahrnehmung ist es das Ziel, die Wertschöpfung in den regionalen Gastronomie- und Metzgerei-Betrieben zu steigern, das Image von Jagd und Jägern zu fördern und der Bevölkerung Wissen über Schwarzwild im Schwarzwald zu vermitteln. Aufgrund seines Erfolgs läuft das Angebot rund um die Wilde Sau seit 2023 auch in den Naturparken Stromberg-Heuchelberg und Neckartal-Odenwald.

Text: Gundi Woll

Fotos: Gundi Woll, Johannes Nickel, Diemitri Dell/#heimat Schwarzwald, Black Forest Collective GmbH

GW/03.03.2026

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Regionales Bio probieren und entdecken auf dem Bio-Markt in Lahr

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  • Vorschaubild Copyright: Tobias Stampf
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    Die Bio-Musterregion Mittelbaden+ zeigt Vielfalt der Bio-Betriebe in Mittelbaden am 29. März im Rahmen des verkaufsoffenen Blütensonntags in Lahr.

Bio-Genuss, regionale Vielfalt aus Mittelbaden und frühlingshafte Atmosphäre: Am 29. März erwartet die Besucherinnen und Besucher auf dem Bio-Markt in Lahr (Ortenaukreis) ein abwechslungsreiches Angebot aus regionalen Bio-Produkten, kulinarischen Spezialitäten und Informationen rund um nachhaltige Landwirtschaft. Zwischen 12 und 17 Uhr lädt die Bio-Musterregion Mittelbaden+ auf dem Lahrer Marktplatz dazu ein, die Vielfalt ökologisch erzeugter Lebensmittel aus Mittelbaden zu entdecken.

„Den Erzeugerinnen und Erzeugern wollen wir mit dem Bio-Markt eine Plattform bieten. Gemeinsam wollen wir Einheimische wie Gäste mitnehmen und ihnen zeigen, wie viel Arbeit und Leidenschaft hinter den einzelnen Produkten steckt. Wir haben ein reichhaltiges Angebot an Bio-Produkten in Mittelbaden. Bio ist lecker, ein Probierer lohnt sich!“, erläutert die Regionalmanagerin der Bio-Musterregion Mittelbaden+, Dr. Laura Willer.

  • Eine Frau kauft an einem Markt-Stand ein.
  • Äpfel in einer Kiste vor Fachwerkkulisse
  • Menschen laufen zwischen Markt-Ständen. Im Vordergrund stehen Eierkartons.
  • verschiedene Gemüsesorten an einem Markt-Stand
  • Eine Frau nimmt eine Papiertüte mit gekauften Produkten von einem Marktbeschicker in Empfang.

Das bietet der Bio-Markt

Neben Produkten zum Mitnehmen – darunter Honige, Speiseöle, Gemüse oder frische Topfkräuter – steht beim Bio-Markt vor allem auch der Genuss vor Ort sowie der direkte Kontakt mit den Erzeugerinnen und Erzeugern im Mittelpunkt. Zahlreiche Stände bieten Speisen zum Sofort-Verzehr an: von Pommes und Bratwurst über Bowls und Burger bis hin zum Gyros-Tempeh. Dazu gibt es passende Getränke – vom regionalen Streuobstsaft bis zu badischen Weinen. Sitzgelegenheiten laden dazu ein, die Spezialitäten in entspannter Atmosphäre zu genießen und sich auszutauschen.

Mit kulinarischen Ständen sind etwa dabei: die Ölmühle Walz aus Oberkirch, die Demeter-Imkerei VimBienen aus Bühl-Vimbuch, das Weingut Liebich aus Sinzheim, Abeentoo Tempeh aus Schwanau, die Solidarische Landwirtschaft Mahlberg, die Gärtnerei Bahr, Schnitzer aus Offenburg mit glutenfreien Produkten, der Förderverein Ortenauer Streuobst Anbau (FOSA) aus Offenburg mit Streuobst-Spezialitäten und Grill and Chill aus Lahr. Ergänzt wird das Angebot um Info-Stände der Biomusterregion Mittelbaden+ sowie der Bildungswerkstatt des Vereins BIO Mittelbaden-Ortenau+.

  • Tempeh wird aus der Pfanne in ein Fladenbrot portioniert.
  • Öl in Flaschen
  • Ein Mann und eine Frau sitzen bei Kaffe und Kuchen an einem kleinen Gartentisch.
  • Käsestücken zum Probieren auf einem Holzbrett
  • Eine Frau probiert Käse an einem Markt-Stand.
  • Gemüse und Obst in Kisten
  • Kartoffelpuffer in der Pfanne

Buntes Rahmenprogramm im Blütenmeer von Lahr

Der Bio-Markt ist Teil eines erlebnisreichen Aktionstags in der Lahrer Innenstadt. Parallel veranstaltet die Werbegemeinschaft Lahr den beliebten Blütensonntag. Zudem findet erstmals ein Altstadt-Antikmarkt auf dem Sonnen- und Urteilsplatz statt. „Der Bio-Markt ist eine wunderbare Gelegenheit, die Vielfalt und Qualität regionaler Bio-Produkte kennenzulernen. Gleichzeitig bringt er Lahrer Bürgerinnen und Bürger, Erzeugerinnen und Erzeuger sowie Gäste unserer Stadt zusammen. Gerade im Rahmen des Blütensonntags wird unsere Innenstadt so zu einem lebendigen Ort für Genuss, Begegnung und nachhaltige Landwirtschaft“, führt der Oberbürgermeister der Stadt Lahr, Markus Ibert, aus.

Für die musikalische Begleitung sorgt von 14 bis 17 Uhr der Karlsruher Gitarrist und Sänger Vincent Alexander. Für Kinder findet auf dem Bio-Markt von 14 bis 17 Uhr ein Mitmach-Programm mit Ostereierfilzen und Basteln mit Naturmaterialien statt.

Weidenkätzchen und Mooskränze mit Osterdeko

Organisation & Angebote der Bio-Musterregion Mittelbaden+

Die Bio-Musterregion Mittelbaden+ bietet unterschiedliche Veranstaltungsformate wie Treffen für Landwirtinnen und Landwirte, die an ökologischem Landbau interessiert sind, Informationsveranstaltungen auf Bio-Betrieben für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie zum Thema Bio für die Außer-Haus-Verpflegung und Großküchen wie etwa von Kantinen, Kliniken oder von Schulen.

Die Bio-Musterregion Mittelbaden+erstreckt sich von der deutsch-französischen Grenze in der Rheinebene bis in die Vorbergzone des Mittleren Schwarzwalds. Sie umfasst den Landkreis Rastatt, den Ortenaukreis und den Stadtkreis Baden-Baden.Durch die Überlappung mit dem Gebiet des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord ergeben sich zahlreiche Synergien bei der Unterstützung und Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben. Der Naturpark trägt als Lead-Partner die Gesamtverantwortung für die Bio-Musterregion und stellt den Sitz für ihr Regionalmanagement.

Bio-Landwirtschaft in der Bio-Musterregion Mittelbaden+

Das Gebiet der Bio-Musterregion Mittelbaden+ wird etwa zur Hälfte landwirtschaftlich genutzt. Bekannt ist die Region für ihren vielseitigen Obstanbau, traditionsreiche Reblandschaften und Streuobstwiesen. Gerahmt wird die Obstregion von Grünland im Schwarzwald und Ackerbau in der Rheinebene. In der Region Mittelbaden sind über 3.500 landwirtschaftliche Betriebe ansässig. Davon sind viele Klein- und Nebenerwerbsbetriebe, die ihre Produkte direkt vermarkten. Insgesamt liegt der Anteil an ökologisch bewirtschafteten Flächen unter dem Landesdurchschnitt.

Text: Gundi Woll

Fotos: Tobias Stampf

GW/21.03.2026

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Rückblick: Naturpark-Markt-Saison im Jubiläumsjahr 2026

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  • Vorschaubild Copyright: Johannes Nickel
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    21 Naturpark-Märkte, darunter vier Jubiläums-Märkte, boten 2026 Spezialitäten und Kunsthandwerk aus dem Schwarzwald.

Mit insgesamt 21 Naturpark-Märkten in 21 Gemeinden und Städten im nördlichen und mittleren Schwarzwald ist die Jubiläums-Saison der Naturpark-Märkte des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord im Oktober mit dem Jubiläums-Markt in Oberharmersbach (Ortenaukreis) zu Ende gegangen. Rund 44.000 Menschen besuchten die Naturpark-Märkte in diesem Jahr.

Der Jubiläums-Naturpark-Markt in Loffenau (Landkreis Rastatt) läutete im Juni den öffentlichen Jubiläums-Auftakt zum 25-jähirgen Bestehen des Naturparks ein. Drei weitere Jubiläums-Naturpark-Märkte fanden in Bad Teinach-Zavelstein, Dornhan und Oberharmersbach statt. Sie zeichneten sich durch ein besonderes Rahmenprogramm mit Talks zu Geschichten und Menschen aus dem Naturpark aus, einer Fotobox mit Gewinnspiel, Kinder-Mitmachaktionen und der Klima-Wanderausstellung des Naturparks.

Mit seinen Naturpark-Märkten gibt der Naturpark Erzeugerinnen und Erzeugern aus dem Schwarzwald eine Plattform für ihre heimischen Produkte. „Für viele unserer Mitgliedsstädte und -gemeinden sind die Naturpark-Märkte ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders“, berichtet der Geschäftsführer des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, Karl-Heinz Dunker. „Denn unsere Naturpark-Märkte geben Einheimischen und Touristen einen schönen Einblick in die Vielfalt unserer hochwertigen Schwarzwälder Produkte.“ Auf diese Weise stärkt der Naturpark heimische Wertschöpfungsketten und die Attraktivität des nördlichen und mittleren Schwarzwalds.  Die kurzen Transportwege schonen zudem die Umwelt.

  • Naturpark-Vorsitzender Landrat Prof. Dr. Christian Dusch mit Loffenaus Bürgermeister Markus Burger und einer Blumenfee auf Stelzen
  • Gäste schauen Tanzgruppe bei Auftritt zu.
  • Naturpark-Stand
  • Naturpark-Mitarbeiterin sägt mit Kind ein Holzstück.
  • Wurststand
  • Honigstand
  • Teinacher-Stand
  • Mann schiebt Dinnede in einen Holzofen.
  • Schwarzwald-Guide erläutert Wildkräuter bei einer Führung.
  • Naturpark-Markt in der Ruine Zavelstein
  • Kinder der Naturpark-Schule tragen Lied vor.
  • Menschen sitzen an Tisch vor der Bühne auf dem Naturpark-Markt in Dornhan.
  • Kinder des Naturpark-Kindergartens in Dornhan werden interviewt.
  • Verkostung am Schnapsstand
  • Alpirsbacher Klosterbräu Stand
  • Blumenfee auf Stelzen
  • Tanzgruppe auf Naturpark-Markt in Oberharmersbach
  • Parade
  • Auftritt der Band die lustige Oberharmersbacher

Jubiläums-Naturpark-Markt
in Loffenau

  • Blumenfee
  • Naturpark-Markt in Loffenau aus der Vogelperspektive
  • Menschen sitzen an Tischen unter Sonnenschirmen
  • Naturpark-Vorsitzender Landrat Prof. Dr. Christian Dusch probiert an einem Stand  Aufstriche.
  • Stand mit Brotaufstrichen
  • Markt-Beschicker vor ihrem Stand
  • Aufstriche in Gläschen in einem Eierkartin
  • Wurststand
  • Naturpark-Mitarbeiterin sägt mit einem Kind ein Holzstück.
  • Eine Frau schaut sich mit Kindern die Naturpark-Karte an.
  • Rettungsteam vor seinem Krankenwagen
  • Gäste schauen Tanzauftritt zu.
  • Tanzgruppe auf der Bühne
  • Tanzgruppe auf der Bühne in Formation
  • Schwarzwald-Guide erläutert Wildkräuter bei einer Führung.

Das sagen Beschickerinnen über die Naturpark-Märkte:

Wertschätzung für regionale Produkte

„Ein gutes, regionales Produkt braucht eine gute Plattform! Das sind für mich die Naturpark-Märkte“, sagt Andrea Schwarz aus Schellbronn im Enzkreis. Mit ihrem bunten Senf- und Marmeladen-Stand ist sie bereits seit zehn Jahren auf den Naturpark-Märkten dabei. In diesem Jahr war Schwarz auf 13 Naturpark-Märkten mit ihrem Senftöpfle vertreten. Was sie antreibt? „Die Liebe zur Natur und was sich daraus produzieren lässt. Auf den Naturpark-Märkten erhalte ich dafür Wertschätzung durch die Besucher, denen meine Produkte ihren Preis wert sind.“

Das bestätigt auch Barbara Schmiederer vom Löchlehof in Oppenau im Ortenaukreis. „Die Wertschätzung, die die Kunden auf den Naturpark-Märkten uns Standbetreibern entgegenbringen, ist sehr hoch. Das Feedback zu den Märkten ist durchweg positiv“, berichtet Schmiederer. Für sie war es die zweite Saison auf den Naturpark-Märkten. Bei insgesamt acht Naturpark-Märkten verkaufte sie in diesem Jahr Edelbrände und Liköre. „Auf den Naturpark-Märkten habe ich den direkten Kontakt zu den Endverbrauchern. Das ist mir wichtig! Die Märkte bieten uns zudem eine gute Plattform, um unsere Produkte bekannter zu machen und unseren Kundenstamm zu erweitern.“

Markt-Beschickerin bei ihrem Stand

Jubiläums-Naturpark-Markt
in Bad Teinach-Zavelstein

  • Naturpark-Markt in Ruine Zavelstein
  • Markt-Talk auf der Bühne
  • Rede des Stellvertretenden Naturpark-Vorsitzenden und Oberbürgermeister der Stadt Calw, Florian Kling
  • Blick von der Bühne auf die Gäste
  • Kind sägt eine Holzscheibe
  • Oldtimer Feuerwehrwagen
  • Grillstand
  • Beerenstand
  • Teinacher-Stand
  • Schmied am Feuer
  • Zavelstein Altstadt mit Markt-Ständen

Besondere Plattform für regionale Wertschöpfung

Zum ersten Mal bei den Naturpark-Märkten mit dabei war Jacqueline Geyer aus Altensteig im Landkreis Calw. Mit ihren „FederWaldHexe“-Kräuter-Produkten war sie auf sechs Naturpark-Märkten vertreten. „Die Naturpark-Märkte stehen für authentische Qualität, Transparenz für Käufer, kurze Wege und echtes Handwerk, das im Naturpark verwurzelt ist. So bleibt die Wertschöpfung in der Region“, fasst Geyer zusammen. Ihre Produkte vermarktet sie ausschließlich direkt. Die Naturpark-Märkte sind für Geyer eine wichtige Vermarktung-Plattform. „So kann ich meine Erzeugnisse zu fairen Preisen verkaufen – ohne von Zwischenhändlern abhängig zu sein“, sagt die Markt-Beschickerin.

Die Naturpark-Märkte sorgten zudem für ein Gemeinschaftsgefühl. „Ich erlebe die Märkte als lebendige Treffpunkte, wo Menschen Kontakte knüpfen und neue Impulse erhalten. Sie sind ein Erlebnis und häufig auch Ziel von Familien-Ausflügen“, berichtet die Beschickerin.

zwei Frauen an ihrem Kräuter-Stand

Jubiläums-Naturpark-Markt
in Dornhan

  • Gäste sitzen an Tischen vor der Bühne in Dornhan
  • Markt-Talk mit Bürgermeister
  • Kinder des Naturpark-Kindergartens werden interviewt.
  • selbst hergestellter Naturpark-Apfelsaft
  • Stand des Naturpark-Kindergartens
  • Brotlaibe übereinander getürmt
  • Blaskapelle auf der Bühne
  • Blumenfee auf Stelzen
  • Marmeladen in einem Holzregal
  • Schnäpse in Glasflaschen
  • Kinderkegelbahn

Das waren die Highlights der Naturpark-Markt-Saison 2025

Ein kurzer Rückblick auf einige der Naturpark-Märkte im Jubiläums-Jahr des Naturparks zeigt, dass so einiges geboten war: Märkte mit einer besonders schönen Dorf- und Innenstadtkulisse gab es in Bad Teinach-Zavelstein, Karlsruhe-Durlach, Freudenstadt, Ettlingen, Calw und Oberharmersbach. Eine besondere Atmosphäre durch die großen Kurparks gab es in Bad Wildbad und Schömberg. Einen Naturpark-Markt mit speziellem Rahmenprogramm gab es in Kappelrodeck-Waldulm (Weinfest beim Naturpark-Partner Waldulmer Winzergenossenschaft), Ottersweier (Feierlichkeit 200 Jahre Rathaus Ottersweier) und Bühlertal (Programm mit den beiden Naturpark-Schulen und dem Naturpark-Kindergarten, Naturpark-Info-Shop war geöffnet). Neu im Markt-Kalender waren die Naturpark-Märkte in Ottersweier, Bühlertal und Seewald.

Auf einigen der Naturpark-Märkte war auch der Wilde Sau-Foodtruck mit Wildschwein-Spezialitäten wie Pulled Pork oder dem Wilde Sau-Burger vertreten. Und die Naturpark-Kochschule besuchte die Naturpark-Märkte in Calw und Dobel. In dem mit einer Küche ausgestatteten mobilen Bus konnten Kinder im Alter von fünf bis 13 Jahren unter fachkundiger Anleitung mit regionalen und saisonalen Zutaten ein gesundes Mehrgänge-Menü zubereiten.

  • Trachtentanzgruppe in Oberharmersbach
  • Burgruine Zavelstein
  • Naturpark-Markt in Loffenau

Jubiläums-Naturpark-Markt
in Oberharmersbach

  • reges Treiben auf dem Naturpark-Markt in Oberharmersbach
  • Markt-Talk mit Oberharmersbachs Bürgermeister Richard Weith und Naturpark-Geschäftsführer Karl-Heinz Dunker
  • Stand von Tourismus Oberharmersbach
  • Parade
  • Holzbretter
  • Mädchen sägt eine Holzscheibe
  • Auftritt der Band die Lustigen Oberharmersbacher
  • Keramikbecher
  • Stand eines landwirtschaftlichen Betriebs
  • Markt-Stand
  • alte Scheuer
  • Klima-Wanderausstellung des Naturparks
  • Klima-Wanderausstellung des Naturparks
  • Klima-Wanderausstellung des Naturparks

Text: Gundi Woll

Fotos: Johannes Nickel, Gundi Woll, Janina Hutt

14.11.2025

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Über 100 Bio-Events in Mittelbaden

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  • Vorschaubild Copyright: Johannes Nickel
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    Betriebe in der Bio-Musterregion Mittelbaden+ beim Probieren und Genießen näher kennenlernen.

Wie wird ökologische Landwirtschaft in Mittelbaden gelebt? Welche Produkte entstehen hier? Und wer steht dahinter? Antworten auf diese Fragen liefert das neue Jahresprogramm der Bio-Musterregion Mittelbaden+ mit über 100 Events im Landkreis Rastatt, in der Ortenau sowie im Stadtkreis Baden-Baden. Gemeinsam mit zahlreichen Akteuren aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Vermarktung und Gastronomie ist ein abwechslungsreiches Angebot entstanden. Das Programm reicht von kulinarischen Erlebnissen über informative Einblicke bis hin zu familienfreundlichen und aktiven Formaten. Das vollständige Jahresprogramm ist online unter naturparkschwarzwald.de abrufbar.

  • aufgefächerte Programmhefte
  • Beach-flag der Bio-Musterregion Mittelbaden+ steht vor einem Brunnen im Stadtzentrum von Lahr.
  • aufgefächerte Programmhefte

Diese Events bietet die Bio-Musterregion Mittelbaden+ 2026

„Ziel unseres Programms ist es, regionale Bio-Produkte durch kulinarische Angebote, einen Blick hinter die Kulissen und Gespräche mit Erzeugerinnen und Erzeugern erlebbar zu machen. Das Programm zeigt, wie lebendig und vielseitig die mittelbadische Bio-Szene ist“, führt die Regionalmanagerin der Bio-Musterregion Mittelbaden+, Dr. Laura Willer, aus.

So gibt eine Führung durch die Ölmühle Walz in Oberkirch spannende Einblicke in die Herstellung kaltgepresster Bio-Speiseöle, inklusive Verkostung und Besuch im Naturkostladen. Auch das als Naturpark-Partner ausgezeichnete Bio-Weingut Maier in Baden-Baden öffnet seine Türen. Es lädt zu einem genussvollen Winzerfrühstück mit Sekt- und Secco-Verkostung ein. Ergänzend stehen Veranstaltungen wie Grillabende oder „Yoga und Wein“ auf dem Programm.

  • Ein Mädchen streichelt die Stirn einer Kuh im Stall.
  • Feierabendhock bei einem Weingut
  • Brezel-Rohlinge auf einer Arbeitsplatte
  • Ferkel liegen neben und übereinander bei der Mutter-Sau.
  • Rahmen aus einem Bienenstock mit Bienen und teils gefüllten Honigwaben

Darüber hinaus bieten Feste und besondere Anlässe vielfältige Möglichkeiten, Bio in geselliger Atmosphäre zu erleben: Beim Pfingstfest der Brennerei Kessler in Bad Peterstal-Griesbach erwarten die Besucherinnen und Besucher Cocktails, edle Brände und eine entspannte Lounge-Atmosphäre. Ein weiteres Highlight ist das Jubiläumshoffest auf dem ebenfalls als Naturpark-Partner ausgezeichneten Bio-Obsthof Schindler in Achern-Mösbach. Mit Kunsthandwerk, Live-Musik, Bio-Ausstellern und Verkostungen feiert er sein 30-jähriges Bestehen. Begleitend finden dort zusätzliche Veranstaltungen wie Konzerte, ein Pflanzentauschtag oder der Naturpark-Brunch auf dem Bauernhof statt.

Auch Mitmach- und Informationsangebote gehören zum Programm: Beim Jungpflanzentausch des Vereins BIO Mittelbaden-Ortenau+ auf Deckers Biohof in Bühl-Weitenung können sich Hobby-Gärtnerinnen und -Gärtner sowie Fachleute vernetzen, Pflanzen tauschen und wertvolle Tipps rund um den ökologischen Anbau erhalten. Wer tiefer in die Praxis eintauchen möchte, kann etwa bei einer Hof- und Bauerngarten-Führung auf dem Kornbauernhof in Oberharmersbach mehr über Demeter-Heumilch und biodynamische Landwirtschaft erfahren.
Einblicke in die Verarbeitung regionaler Bio-Kräuter bietet zudem der Tag der offenen Tür beim Kräuterland Baden-Württemberg e. V.: Unter dem Motto „Vom Kräuterfeld bis zur Teetüte“ erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Kräutermanufaktur, besuchen das Kräuterfeld und verkosten biologische Tee-, Kräutersalz- und Gewürzmischungen sowie Blütenzucker.

  • Menschen stehen am Eingang eines Gewächshauses.
  • Ein Mädchen steckt sich eine kleine Tomaten in den Mund.
  • Eine Jugendliche steckt ihre Hand in das Maul einer Kuh im Stall.
  • diverse Produkte der Kräutermanufaktur

Wertschöpfung stärken, Umwelt schützen

Die Bio-Musterregion Mittelbaden+ setzt sich unter der Lead-Partnerschaft des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord dafür ein, regionale Bio-Wertschöpfungsketten weiter auf- und auszubauen sowie den ökologischen Landbau gezielt voranzubringen. Dieser leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität, zum Schutz von Boden, Wasserressourcen und Klima sowie zum Erhalt der vielfältigen Kulturlandschaft in der Region.

Ein zentrales Anliegen ist die Vernetzung der verschiedenen Akteure entlang der Wertschöpfungskette: von landwirtschaftlichen Betrieben über Verarbeitungsunternehmen bis hin zu Gastronomie und Vermarktung. Gleichzeitig werden Verbraucherinnen und Verbraucher über die Bedeutung und den Wert heimischer Bio-Lebensmittel informiert und sensibilisiert.

  • Ein Mann riecht an einem gefüllten Schnapsglas. Im Hintergrund sind Wald und Wiesen zu sehen.
  • Liegestühle und Sonnenschirm mit Blick auf Weinreben und die Rheinebene

Organisation & Angebote der Bio-Musterregion Mittelbaden+

Die Bio-Musterregion Mittelbaden+ bietet unterschiedliche Veranstaltungsformate wie Treffen für Landwirtinnen und Landwirte, die an ökologischem Landbau interessiert sind, Informationsveranstaltungen auf Bio-Betrieben für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie zum Thema Bio für die Außer-Haus-Verpflegung und Großküchen wie etwa von Kantinen, Kliniken oder von Schulen.

Die Bio-Musterregion Mittelbaden+erstreckt sich von der deutsch-französischen Grenze in der Rheinebene bis in die Vorbergzone des Mittleren Schwarzwalds. Sie umfasst den Landkreis Rastatt, den Ortenaukreis und den Stadtkreis Baden-Baden.Durch die Überlappung mit dem Gebiet des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord ergeben sich zahlreiche Synergien bei der Unterstützung und Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben. Der Naturpark trägt als Lead-Partner die Gesamtverantwortung für die Bio-Musterregion und stellt den Sitz für ihr Regionalmanagement.

Logo Bio-Musterregion Mittelbaden+

Bio-Landwirtschaft in der Bio-Musterregion Mittelbaden+

Das Gebiet der Bio-Musterregion Mittelbaden+ wird etwa zur Hälfte landwirtschaftlich genutzt. Bekannt ist die Region für ihren vielseitigen Obstanbau, traditionsreiche Reblandschaften und Streuobstwiesen. Gerahmt wird die Obstregion von Grünland im Schwarzwald und Ackerbau in der Rheinebene. In der Region Mittelbaden sind über 3.500 landwirtschaftliche Betriebe ansässig. Davon sind viele Klein- und Nebenerwerbsbetriebe, die ihre Produkte direkt vermarkten. Insgesamt liegt der Anteil an ökologisch bewirtschafteten Flächen unter dem Landesdurchschnitt.

Text: Gundi Woll

Fotos: Johannes Nickel

GW/24.03.2026

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Vom Korn zum Brot und Hefezopf: Landschaft gestalten, mit und von ihr leben

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    Besuch im Backhäusle auf dem Biolandhof Reiser in Straubenhardt / Mit Tipps, Tricks und Rezepten zum Nachbacken

Kulturlandschaft prägt den Schwarzwald

Das, was den Schwarzwald prägt, ist die vielseitige Kulturlandschaft. Also die Landschaft, die von Menschen gestaltet und bewirtschaftet wird. Besonders wichtig sind dabei die Landwirtinnen und Landwirte. Denn sie sorgen mit ihren Äckern, Streuobstwiesen, Weiden und Tieren dafür, dass die Landschaft offenbleibt und nicht komplett bewaldet ist. Durch ihre Arbeit gestalten sie die Landschaft – leben in, mit und von ihr.

Diese Passion lebt die Familie Reiser auf ihrem Biolandhof in Straubenhardt. Für ihre nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweise hat sie der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord als Naturpark-Partner ausgezeichnet. Auf dem Reiser-Hof können Gäste den Schwarzwald auch schmecken. Zum Beispiel beim jährlichen Naturpark-Brunch auf dem Bauernhof am ersten Augustsonntag, über die beiden Hof-Automaten, bei einem Backkurs mit anschließendem Vesper oder am letzten Freitag eines jeden Monats. Denn da ist Backtag.

Es ist wohlig warm im roten Backhäusle von Elke und Horst Reiser. In der Luft liegt ein leicht süßlich-säuerlicher Hefegeruch. Den Teig für das Buttermilchbrot und die Hefezöpfe hat Elke Reiser schon am Vorabend aufgesetzt, damit er ausreichend Zeit hat zu gehen. Um 3 Uhr nachts ist ihr Mann Horst aufgestanden, um den Ofen mit Holz anzufeuern.

  • Landwirt Horst Reiser auf dem Acker
  • Reisers Hefezopf auf dem gedeckten Frühhstückstisch

Besondere Atmosphäre und frischer Duft nach Brot im Backhäusle

„Das, was das Backen ausmacht, sind die besondere Atmosphäre und der Duft“, sagt Elke. Horst nickt: „Die Brotlaibe in den Ofen einzuschießen und nach einer halben Stunde die fertigen Brote herauszuholen – das ist schon was Schönes“, ergänzt er. Elke lacht herzlich und merkt mit einem Zwinkern an: „Da hilft sogar mein Mann beim Backen mit!“ Weizen und Roggen fürs Mehl sowie die frisch gelegten Eier kommen direkt vom Hof. Das Getreide pflanzt die Familie auf einer Fläche von 15 Hektar an. Ein großer Teil der Ernte wird in einer nahegelegenen Mühle weiterverarbeitet. Etwa drei Tonnen Mehl macht das pro Jahr.

Elke legt die Brotlaibe einen nach dem anderen aus den mit Mehl bestäubten Körbchen auf einen Holzschieber. Horst schießt sie in den Ofen. Währenddessen knetet Sohn Raphael den Teig für die Hefezöpfe – passioniert und kraftvoll. Anschließend rollt er drei gleich lange Stangen aus und beginnt zu flechten. Auf dem Blech bestreicht Raphael die Hefezöpfe mit Eigelb. Dann streut Elke Mandelsplitter auf das hellgelb glänzende Gebäck.

Kaum hat Horst die fertigen Brote aus dem Ofen geholt, schnappt sich Emilia einen Laib. Sie hat mir ihrem Vater und Bruder als Feriengast auf dem Hof übernachtet. Beim Backen hat Emilia aufmerksam zugeschaut. Jetzt will sie probieren. „Ich habe einfach nur Butter und Salz aufs Brot gemacht. Es ist schön warm, ganz frisch und schmeckt richtig gut!“, sagt die Elfjährige aus Pforzheim. Genau diese Freude für den Wert regionaler Produkte ist es, die Elke und Horst Reiser als Landwirte an ihre Gäste weitergeben wollen.

  • Elke Reiser packt einen Hefezopf in eine Papiertüte.
  • Horst Reiser holt die Holzkohle aus dem Ofen.
  • Auf einem Holzschieber werden die Brotlaibe in den Ofen geschossen.

Die Rezepte von Elke vom Biolandhof Reiser in Straubenhardt

Buttermilchbrot

Zutaten:

  • 1 kg Weizenmehl Typ 1050
  • 100 g Roggenmehl Typ 1150
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 500 ml Buttermilch
  • 300 ml Wasser
  • 25 g Salz
  • 1 TL Brotgewürz

Zubereitung: Hefe in lauwarmem Wasser zerbröseln. Etwas Mehl unterrühren und gehen lassen bis der Teig Blasen wirft. Mehl und Salz in einer Schüssel vermengen und restliche Zutaten hinzugeben. Teig gut durchkneten. Der Teig sollte keinem Luftzug ausgesetzt sein und bei Zimmertemperatur gehen. Elke bereitet den Teig immer am Vorabend des Backtages vor, sodass dieser über Nacht abgedeckt gehen kann.

Vor dem Backen sollte der Brotteig nochmals 10 bis 15 Minuten durchgeknetet werden. Wenn der Teig schmatzt, hat er die perfekte Konsistenz. Den fertigen Teig in ein Körbchen legen und unter einem Tuch weitere 30 Minuten gehen lassen. Bei 220 °C bei Ober- und Unterhitze in den Ofen schieben. Nach zehn Minuten auf 200 °C herunterschalten. Nach 25 bis 30 Minuten den fertigen Brotlaib aus dem Ofen holen und abkühlen lassen.

  • Zutaten fürs Buttermilchbrot
  • Brotlaib-Teig in einem Körbchen
  • fertig gebackene Brotlaibe vor dem Ofen
  • Reisers Brot zu einem Vesper angerichtet

Hefezopf

Zutaten:

  • 1 kg Weizenmehl Typ 550
  • 1 Ei
  • 160 g Margarine
  • 160 g Zucker
  • 1 TL Salz
  • 1,5 Würfel Hefe
  • 500 ml Milch
  • 1/2 Becher Schmand
  • Rosinen und Mandelstifte nach Bedarf

Zubereitung: Die Hefe zerbröselt in etwas lauwarmer Milch auflösen und einen Teelöffel Zucker hinzugeben. In einer großen Schüssel Mehl und Salz vermengen. Achtung: Das Salz und die Hefe sollten nicht direkt miteinander in Kontakt kommen. Den restlichen Zucker, Milch, Schmand, Ei und Margarine hinzugeben. Bei Bedarf Rosinen in den Teig mischen. 10 bis 15 Minuten durchkneten und anschließend abgedeckt gehen lassen. Auch diesen Teig bereitet Elke bereits am Vorabend zu.
Den Teig vor dem Backen nochmals gut durchkneten, in drei Stränge teilen und flechten. Eine Stunde unter einem Tuch gehen lassen. Dann den Zopf mit Eigelb bestreichen. Bei Bedarf mit Mandelstiften verzieren. Bei Ober- und Unterhitze bei 180 °C in den Ofen schieben und 30 bis 40 Minuten backen.

  • Zutaten Hefezopf
  • Teigstränge werden geflochten
  • fertig geflochtene Hefezöpfe
  • Hefezöpfe werden mit Eigelb bestrichen.
  • fertig gebackene Hefezöpfe

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Text: Gundi Woll

Fotos: Gundi Woll

GW/26.11.2025

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